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Warum manche Familienfotos sofort harmonisch wirken und andere irgendwie nicht - Der Outfitguide für eure Familienbilder

  • vor 4 Tagen
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Fast alle harmonischen Familienbilder haben fünf Dinge gemeinsam - in diesem Beitrag berichte ich dir welche das sind.



Die meisten Familien denken vor einem Shooting zuerst an die falschen Fragen.


Darf ich Schwarz tragen?

Sind Jeans in Ordnung?

Brauchen wir alle die gleiche Farbe?


Dabei entscheidet nicht ein einzelnes Kleidungsstück darüber, ob eure Bilder später stimmig wirken.


Es sind vielmehr ein paar kleine Prinzipien, die dafür sorgen, dass eure Aufmerksamkeit nicht an der Kleidung hängen bleibt – sondern bei dem, was ihr auf den Bildern eigentlich sehen möchtet: eure Nähe, eure Blicke und die kleinen Momente dazwischen.


Genau diese fünf Grundregeln begleiten mich bei jedem Familienshooting. Ganz egal, ob wir im Frühling durch blühende Felder laufen, barfuß den Sommer genießen oder gemeinsam durch buntes Herbstlaub spazieren.



1. Eure Kleidung sollte nie wichtiger sein als ihr


Wenn wir ein Familienfoto betrachten, soll unser Blick ganz automatisch zu euren Gesichtern wandern.

Zu dem Lächeln, das ganz automatisch entsteht, wenn ihr euch anschaut.

Zu den kleinen Händen, die sich festhalten.

Zu den Blicken, die ihr euch zuwerft.


Knallige Farben, große Logos oder auffällige Muster machen genau das schwer. Sie ziehen den Blick auf sich und konkurrieren mit dem, worum es auf euren Bildern eigentlich geht.


Deshalb empfehle ich Kleidung, die eure Geschichte begleitet – nicht Kleidung, die sie überstrahlt.

Denn in zehn Jahren werdet ihr euch wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern, welchen Pullover ihr getragen habt. Aber ihr werdet euch daran erinnern, wie sich dieser Moment angefühlt hat.



2. Strukturen erzählen mehr als Muster


Es muss nicht bunt sein, damit ein Bild spannend wirkt.

Im Gegenteil.


Materialien wie Leinen, Strick und Musselin bringen ganz von allein Tiefe und Wärme in eure Bilder. Das Auge entdeckt kleine Details, ohne dass sie sich in den Vordergrund drängen.


Große Blumenmuster, breite Streifen oder auffällige Prints dagegen lenken schnell von den Menschen ab.

Deshalb greife ich lieber zu Stoffen, die durch ihre Struktur wirken – nicht durch ihre Lautstärke.





3. Zueinander passen ist schöner als gleich aussehen


Viele Familien glauben, sie müssten sich farblich komplett aufeinander abstimmen.

Das stimmt nicht ganz.


Am harmonischsten wirken Bilder dann, wenn sich Farben sanft wiederholen, ohne dass alle dasselbe tragen.


Vielleicht trägt Mama ein cremefarbenes Kleid, Papa einen beigen Strickpullover und die Kinder greifen einzelne Farbtöne wieder auf. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild, ohne dass es nach Partnerlook aussieht.


Jeder darf seinen eigenen Stil behalten – und trotzdem wirkt die Familie wie aus einem Guss.





4. Kleidung darf sich bewegen


Einer der schönsten Effekte auf Familienfotos entsteht nicht durch die Kamera, sondern durch Bewegung.


Wie zum Beispiel, ein Kleid, das sich im Wind mitdreht.

Ein lockerer Cardigan.

Ein weiter Rock oder ein offenes Hemd.


Diese kleinen Bewegungen verleihen euren Bildern Leichtigkeit und machen sie lebendig.

Deshalb empfehle ich Mamas besonders gerne fließende Kleider oder Röcke. Nicht, weil sie "schöner" sein müssen, sondern weil Stoffe, die sich bewegen dürfen, euren Bildern eine natürliche Dynamik schenken.



5. Das schönste Outfit ist das, in dem ihr euch wohlfühlt


Am Ende gibt es eine Regel, die wichtiger ist als alle anderen.

Tragt Kleidung, in der ihr euch frei bewegen könnt.


Denn wenn ständig am Pullover gezupft wird, die Hose kneift oder das Kleid ungewohnt ist, sieht man das auf den Bildern.


Familienfotos leben nicht von Perfektion.


Sie leben davon, dass ihr miteinander lacht, rennt, kuschelt und euch in eurer Haut (und Kleidung) wohl fühlt.

Deshalb ist das beste Outfit nicht das teuerste oder das modernste – sondern das, in dem ihr euch ganz selbstverständlich bewegen könnt.



Jede Jahreszeit hat ihre eigene Stimmung


Vielleicht hast du beim Lesen der fünf Grundgedanken schon gemerkt, dass es gar nicht darum geht, für jede Jahreszeit einen komplett neuen Kleiderschrank zu brauchen.


Die gleichen Prinzipien begleiten euch das ganze Jahr über. Nur die Stimmung verändert sich.


Der Frühling fühlt sich leicht und frisch an.

Der Sommer nach Freiheit.

Der Herbst warm und gemütlich.

Und der Winter nach Nähe.


Genau deshalb lohnt es sich, die Kleidung immer ein kleines bisschen an die Jahreszeit anzupassen. Nicht, weil es Regeln gibt – sondern weil sie die Atmosphäre unterstreicht, die ihr später auf euren Bildern wiederfinden möchtet.




Frühling – Leichtigkeit, die man sehen kann



Nach einem langen Winter fühlt sich draußen plötzlich alles wieder ein bisschen leichter an. Die ersten Blüten, frisches Grün und warmes Sonnenlicht sorgen ganz von allein für eine helle, freundliche Stimmung.


Diese Leichtigkeit darf sich auch in eurer Kleidung widerspiegeln.


Luftige Stoffe, sanfte Farben und lockere Schnitte wirken jetzt besonders harmonisch. Nichts muss perfekt aussehen – im Gegenteil. Der Frühling lebt von Natürlichkeit.


Das passt im Frühling besonders gut:

  • helle Naturtöne wie Creme, Beige oder Salbei

  • zarte Pastelltöne

  • Leinen, Musselin oder Baumwolle

  • leichte Strickjacken oder Cardigans

  • fließende Kleider und Röcke

  • Sneaker in hellen Farben oder barfuß

  • kleine Blumen im Haar

  • lockere Hemden statt steifer Businesskleidung



Der Sommer darf unbeschwert sein



Warme Haut, Sonnenlicht auf den Schultern und Kinder, die am liebsten ohne Schuhe durch den Sand und die Felder laufen würden.


Genau dieses Gefühl dürfen eure Bilder transportieren.



Diese Farbkombinationen eignen sich besonders gut und - für groß und Klein.
Diese Farbkombinationen eignen sich besonders gut und - für groß und Klein.

Jetzt wirken fließende Stoffe besonders lebendig. Jeder Windhauch bringt Bewegung ins Bild und macht eure Erinnerungen noch natürlicher. Luftige Kleidung, Kleider und Röcke harmonieren besonders schön mit dieser Jahreszeit.


Das passt im Sommer besonders gut:

  • barfuß oder offene Sandalen

  • luftige Kleider

  • Röcke mit etwas Weite

  • Leinenhemden

  • Musselin

  • leichte Baumwollstoffe

  • lockere Shorts in Naturtönen

  • Blumen im Haar

  • Strohhut als kleines Detail

  • natürliche Farben wie Sand, Beige, Terracotta oder Olive



Herbst – Wärme, Gemütlichkeit und ganz viel Struktur



Der Herbst ist wahrscheinlich die Jahreszeit, an die viele zuerst denken, wenn sie Familienfotos planen.

Und das aus gutem Grund.



Warme Farben, weiches Licht und kuschelige Stoffe schaffen eine Atmosphäre, die sich sofort gemütlich anfühlt.

Jetzt dürfen auch mehrere Lagen kombiniert werden. Cardigans, Westen oder Strickjacken bringen nicht nur Wärme, sondern machen Bilder gleichzeitig abwechslungsreicher.


Das passt im Herbst besonders gut

  • Strickpullover

  • Cardigans

  • Westen

  • Cord

  • Leinen

  • warme Erdtöne

  • Rostrot

  • Senfgelb

  • Olivgrün

  • Beige

  • Tücher oder Schals

  • Mützen




Der Herbst fühlt sich nach euch an?


Und ein Lachen wie dieses wünscht ihr euch für eure gemeinsamen Erinnerungen?


Dann schaut einmal in diesen Beitrag rein.



Winter – Nähe statt Kälte


Viele denken beim Winter zuerst an dicke Jacken.

Ich denke zuerst an Nähe.


Denn gerade im Winter entstehen oft besonders innige Bilder.


Damit euch nicht kalt wird und eure Outfits trotzdem harmonisch wirken, hilft das Zwiebelprinzip.



Mehrere dünne Schichten halten euch warm, sodass die dicken Winterjacken zwischendurch ausgezogen werden können.

Strick, Schals und Mützen wirken dabei nicht nur gemütlich, sondern passen wunderbar zur winterlichen Stimmung. Bei sehr kalten Temperaturen kann Thermounterwäsche eine gute Lösung sein.


Das passt im Winter besonders gut

  • mehrere Kleidungsschichten

  • Strickpullover

  • Strickjacken

  • Wollmäntel

  • kuschelige Schals

  • Strickmützen

  • Handschuhe in Naturfarben

  • warme Boots

  • Thermounterwäsche unter der Kleidung

  • gedeckte Farben wie Creme, Camel, Taupe oder Dunkelgrün


Was ihr bei euren Outfits für harmonische Ergebnisse vermeiden solltet:


Einmal vorweg gesagt:

Ihr sollt euch nicht verkleiden, keine Rolle spielen (auch nicht, wenn es um eure Kleidung geht) - denn genau das sieht man euch an.


Eine Mutter hatte einmal eine engere Hose an, weil sie dachte, dass das besser aussieht als die weiten Hosen, die sie sonst trägt (zum Glück hatte sie die locker sitzende Hose dabei).


Ich habe sie gefragt: "In welcher Hose fühlst du dich eher nach dir selbst?" und die antwortete ohne zu zögern: "In der locker sitzende. Die engere trage ich schon lange nicht mehr."


Und dann passierte etwas: Auf einmal war die Mutter viel entspannter, bewegte sich ganz anders und konnte flüssiger mit ihrem interagieren.


Die engere Hose hatte sie eingeschränkt. Die lockere Hose hat nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern auch ihr Wohlgefühl gesteigert.


Und das darf bei der Entscheidung eurer Kleidung eine wichtige Rolle spielen.

Nicht nur: Wie sieht es aus?

Sondern wie fühle ich mich und wie frei kann ich mich darin bewegen?



Schwarz und reines, kaltes Weiß


Schwarz wirkt auf Fotos oft deutlich härter als wir es im Alltag wahrnehmen (und für mich wie ein schwarzes Loch).


Vor allem in der Natur entstehen dadurch starke Kontraste, die meinen weichen, warmen Bildlook unterbrechen.


Wenn ihr dunkle Farben mögt, greift lieber zu warmen Alternativen wie Dunkelgrün, Oliv, Camel, Schokobraun oder einem warmen Anthrazit.


Reinweiß wirkt häufig sehr kühl und reflektiert viel Licht.


Dadurch entstehen starke Helligkeitsunterschiede und die natürliche Wärme der Bilder geht etwas verloren.


Creme, Naturweiß, Ecru oder gebrochene Weißtöne wirken deutlich harmonischer und fügen sich viel schöner in die Landschaft ein.




Muster lenken ab und bringen Unruhe ins Bild


Große Blumen, breite Streifen, Karos oder auffällige Prints ziehen den Blick automatisch auf die Kleidung.


Dadurch schaut man zuerst auf das Outfit – und erst danach auf euch.


Je ruhiger die Kleidung ist, desto mehr rücken eure Gesichter, eure Nähe und eure Verbindung in den Mittelpunkt.


Spürst du den Unterschied?



Schickt mir eure Outfits ruhig vorher


In meinem Shooting Guide, den ihr nach eurer Buchung von mir zugeschickt bekommt, lade ich euch ein, mir eure Outfit-Auswahl zu schicken.


Auf manchen Fotos liegt sie ordentlich auf dem Bett.

Manchmal hängt sie noch halb im Kleiderschrank.

Und manchmal bekomme ich einfach ein Foto aus der Umkleidekabine geschickt mit der Frage:

"Corinna, welches davon würdest du nehmen?"


Ich liebe diese Nachrichten.


Nicht, weil ich entscheiden möchte, was ihr anzieht.


Sondern weil ich oft nur zwei oder drei kleine Ideen habe, die am Ende einen riesigen Unterschied machen.


Vielleicht tauschen wir ein Oberteil.

Vielleicht nehmen wir lieber das längere.

Vielleicht fehlt nur noch eine Farbe, die das Ganze harmonischer macht.


Das gehört für mich einfach dazu.

Ihr müsst das nicht alleine entscheiden.




Welche Jahreszeit fühlt sich nach euch an?


Vielleicht habt ihr beim Lesen schon gemerkt, dass euch eine Jahreszeit sofort angesprochen hat.


Vielleicht seht ihr euch barfuß durch den Sommer laufen.

Oder ihr liebt das warme Licht und die schöne Färbung der Blätter im Herbst.


Vielleicht schlägt euer Herz aber auch für den Frühling, wenn die Natur gerade erst wieder erwacht. Oder für den Winter, wenn alle ganz automatisch ein Stück näher zusammenrücken.


Die Wahrheit ist:

Es gibt nicht die schönste Jahreszeit für ein Familienshooting.

Es gibt nur die Jahreszeit, die sich nach euch anfühlt.

Und genau dort entstehen meistens die Bilder, in denen ihr euch Jahre später am meisten wiedererkennt.



Und jetzt bin ich neugierig:

Seid ihr eher Frühling, Sommer, Herbst oder Winter?


Lasst uns eure Geschichte festhalten.


Wenn ihr euch natürliche Familienbilder wünscht, auf denen ihr euch Jahre später genauso wiedererkennt wie heute, freue ich mich darauf, euch kennenzulernen.

Gemeinsam finden wir die Jahreszeit, die zu euch passt, den richtigen Ort und das Licht, das eure Geschichte trägt.


👉 Schreibt mir gerne eine Nachricht – ich freue mich darauf, von euch zu hören.








Fotografin für authentische Familienshootings in und um Berlin

Ich bin Corinna – Familienfotografin aus Berlin und Brandenburg – und seit 2016 erzähle ich die Geschichten von Familien mit meiner Kamera.


Nicht weil mich Kameras faszinieren.

Sondern weil mich Menschen faszinieren.

Weil jede Familie ihre eigene Geschichte mitbringt.

Ihre eigene Art miteinander umzugehen.

Ihre eigenen kleinen Rituale.


Die Dinge, die für Außenstehende unscheinbar wirken, aber für euch ein Stück Zuhause sind.

Genau danach halte ich Ausschau.


Wenn ihr euch Fotos wünscht, bei denen ihr euch wiedererkennt und sagen könnt: „Das sind wirklich wir!“, dann freue ich mich darauf, euch kennenzulernen.





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