Du zeigst keine gestellten Familienfotos – und trotzdem erwarten deine Kunden genau das?
- 11. Aug.
- 6 Min. Lesezeit
Kennst du das?
Du bekommst eine Anfrage für ein Familienshooting.
Du freust dich.
Denn eigentlich hast du auf deiner Website ziemlich deutlich gezeigt, wie du fotografierst:
Keine Familien, die auf Kommando in die Kamera grinsen.
Keine fünf Personen, die nebeneinander auf einer Decke sitzen und darauf warten, dass endlich der Auslöser klickt.
Keine künstlichen Posen.
Stattdessen echte Nähe. Bewegung. Kinder, die Kinder sein dürfen. Eltern, die sich ansehen. Hände, die sich berühren. Bilder, die sich eher wie eine Erinnerung anfühlen als wie ein klassisches Familienfoto.
Und dann kommt die Anfrage.
Und plötzlich merkst du:
Ihr habt offenbar nicht ganz dasselbe Shooting vor Augen.

Vielleicht schreibt die Familie etwas von „Einem schönen Familienfoto, für die Oma, auf dem wir alle gut aussehen und schön in die Kamera schauen“.
Oder sie fragt, ob du ihnen genau sagen kannst, wie sie sich hinstellen sollen.
Oder du bekommst das Gefühl, dass sie eigentlich etwas völlig anderes erwarten als das, was du fotografierst.
Und du denkst:
Aber… das steht doch auf meiner Website.
Nicht nur das: Man findet auch solche gestellten Bilder nicht auf deiner Seite oder deinem Instagram.
Aber warum kommen Menschen überhaupt darauf?
Das ist der Punkt, den ich lange unterschätzt habe.
Denn selbst wenn du sehr eindeutig zeigst, wie du fotografierst, bedeutet das nicht automatisch, dass Menschen auch genau das sehen, was du zeigst.
Denn manche Vorstellungen sitzen viel tiefer.
Wenn jemand das Wort Familienshooting hört, entsteht in seinem Kopf möglicherweise noch immer ein ziemlich klassisches Bild:
Die Familie steht zusammen.
Alle schauen freundlich in die Kamera.
Vielleicht gibt es noch ein paar Bilder mit den Kindern.
Und am Ende hat man schöne, "ordentliche" Familienfotos.
Nicht, weil diese Menschen deine Bilder nicht angesehen hätten.
Sondern weil sie mit einer bestimmten Vorstellung von Familienfotografie aufgewachsen sind.
Vielleicht haben sie selbst vor zehn oder zwanzig Jahren genau solche Familienbilder bekommen.
Vielleicht haben ihre Eltern solche Fotos machen lassen.
Vielleicht ist das einfach das Bild, das sich über Jahre festgesetzt hat, wenn sie an ein „Familienshooting“ denken.
Die meisten Menschen haben wirklich noch dieses "klassische" Bild vor Augen. Ganz tief sitzt zusätzlich auch noch dieses: "Alle so dicht wie möglich an die grüne Hecke und schön in die Sonne blinzeln."
Und genau deshalb reicht es manchmal nicht, andere oder mehr Bilder zu zeigen.
Denn Menschen interpretieren das, was sie sehen, immer auch durch das, was sie bereits kennen.
Und genau hier entsteht dieses kleine Missverständnis
Du denkst:
„Aber ich zeige doch überhaupt keine gestellten Familienfotos.“
Deine Kundin denkt vielleicht:
„Wahrscheinlich werden wir schon ein paar schöne Bilder machen, auf denen wir alle in die Kamera schauen.“
Beides kann gleichzeitig wahr sein.
Und genau deshalb kann dieses Missverständnis sogar entstehen, obwohl deine Website eigentlich sehr klar ist.
Denn deine Bilder zeigen, was am Ende entstehen kann.
Aber sie erklären nicht immer vollständig, wie es sich anfühlt, mit dir zu fotografieren.
Was passiert, wenn die Kinder nicht stillstehen?
Was machst du, wenn niemand weiß, wohin mit seinen Händen?
Was bedeutet bei dir eigentlich „natürlich“? (denn auch das hat für jeden eine andere Bedeutung)
Müssen die Kinder mitmachen?
Gibt es überhaupt Momente, in denen alle in die Kamera schauen?
Wie viel Anleitung bekommen die Eltern?
Was sollen sie anziehen?
Und vor allem:
Was genau dürfen sie von den Bildern erwarten?
Genau dafür gibt es deinen Shooting Guide.
Nicht, um nach der Anfrage einfach noch ein hübsches PDF zu verschicken.
Sondern als letzten Filter vor dem eigentlichen Shooting.
Denn jetzt sind die Menschen bereits auf dich aufmerksam geworden.
Sie haben deine Bilder gesehen.
Sie haben deine Website besucht.
Sie haben sich entschieden, dir zu schreiben.
Und genau jetzt kannst du noch einmal ganz klar zeigen:
So arbeite ich.
So fühlt sich ein Shooting mit mir an.
Das dürft ihr erwarten.
Und genau diese Art von Bildern möchte ich für euch schaffen.
Dein Shooting Guide kann erklären, wie du fotografierst, ohne dass du deinen Kunden vor dem Shooting einen kompletten Vortrag halten musst.
Du kannst darin zeigen, dass es nicht darum geht, perfekt zu posieren.
Dass echte Nähe wichtiger ist als das perfekte Lächeln.
Dass du sanft anleitest, statt Menschen in starre Positionen zu stellen.
Dass Bewegung erlaubt ist.
Dass Kinder nicht funktionieren müssen.
Und dass genau daraus Bilder entstehen dürfen, die sich nach ihnen anfühlen.
Auch die kleinen Dinge gehören dazu
Ein guter Shooting Guide beantwortet nämlich nicht nur die großen Fragen.
Er nimmt auch Unsicherheit aus dem Shooting.
Was sollen wir anziehen?
Welche Farben funktionieren gut miteinander?
Müssen wir Partnerlook tragen?
Was ist mit den Kindern?
Was sollten wir vorher vorbereiten?
Was passiert, wenn unser Baby weint?
Was passiert, wenn unser Kind keine Lust hat?
Auch diese Informationen helfen dabei, dieselbe Vorstellung vom Shooting entstehen zu lassen.
Denn je klarer deine Kunden verstehen, wie du arbeitest, desto weniger Raum bleibt für falsche Erwartungen.
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Und genau darin liegt die eigentliche Stärke eines Shooting Guides:
Er filtert.
Nicht die Menschen, die dir schreiben.
Sondern die Erwartungen.
Am Ende solltet ihr dasselbe Bild im Kopf haben
Du möchtest nicht einfach nur, dass deine Kunden denken:
„Schöne Fotos.“
Du möchtest, dass sie verstehen:
„Genau solche Bilder wollen wir von uns.“
Und du möchtest selbst wissen:
„Genau diese Menschen wollen diese Art von Fotografie.“
Dann entsteht etwas, das für beide Seiten unglaublich wertvoll ist:
Ihr startet mit derselben Vorstellung.
Du weißt, was sie sich wünschen.
Sie wissen, was sie von dir bekommen.
Und niemand muss beim Shooting plötzlich feststellen, dass „natürlich“ für jeden etwas anderes bedeutet.
Vielleicht ist genau das eine der unterschätztesten Aufgaben eines Shooting Guides.
Er verkauft dein Shooting nicht.
Er erklärt es.
Er macht deine Arbeitsweise sichtbar.
Und er sorgt dafür, dass aus einer Anfrage nicht einfach irgendein Shooting wird.
Sondern eines, bei dem beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen.
Denn die besten Kunden sind nicht unbedingt die, die jedes deiner Bilder schön finden.
Es sind die Menschen, die genau diese Art von Bildern von sich selbst haben möchten.
Sie verstehen deinen Wert.
Sie fühlen sich von genau deiner Art angesprochen.
Und sie kommen nicht, um zu verhandeln, sondern weil sie genau nach dir gesucht haben.
Diese Menschen nennen viele Selbstständige Traumkunden.

B o n u s E f f e k t
Dein Guide beantwortet die Fragen, bevor sie zu E-Mails werden.
„Was sollen wir anziehen?“
„Wie läuft das Shooting genau ab?“
„Was machen wir, wenn unser Kind nicht mitmachen möchte?“
„Müssen wir eigentlich in die Kamera schauen?“
„Sollen wir vorher noch etwas vorbereiten?“
Alles Fragen, die völlig berechtigt sind.
Aber wenn du jede davon einzeln per E-Mail beantwortest, entsteht schnell dieses kleine Hin und Her, das im Alltag erstaunlich viel Zeit kostet.
Genau deshalb ist dein Shooting Guide so wertvoll.
Du beantwortest die wichtigsten Fragen einmal – und deine Kunden können die Antworten jederzeit nachlesen.
Und zwar nicht irgendwo dort oder dort, sondern gesammelt an einer Stelle.
Bequem und schön anzusehen. So schön, dass man immer wieder gerne reinschaut.
Sie finden dort deine Empfehlungen für Outfits, erfahren, wie dein Shooting abläuft, was sie erwartet und wie sie sich vorbereiten können. Und vor allem bekommen sie ein klares Gefühl dafür, wie du fotografierst und welche Art von Bildern am Ende entstehen soll.
Das bedeutet nicht, dass deine Kommunikation unpersönlicher wird.
Im Gegenteil.
Du musst nicht mehr fünfmal erklären, was „natürlich fotografieren“ für dich bedeutet. Du kannst dich in deinen E-Mails auf die Dinge konzentrieren, die wirklich individuell sind.
Und wenn dann doch eine Frage kommt, weißt du:
Sie kommt nicht deshalb, weil du die Information vergessen hast zu geben.
Sondern weil diese Frage wirklich persönlich ist.
Das ist ein kleiner Unterschied – aber im Alltag ein großer.
Denn dein Shooting Guide ist damit nicht einfach eine Sammlung von Informationen.
Er ist eine Antwort auf die Fragen, die deine Kunden wahrscheinlich noch gar nicht gestellt haben.
Und genau deshalb arbeitet er für dich, lange nachdem du auf „Senden“ geklickt hast.
Deine Vorlage zum Anpassen
Ich erzähle dir natürlich nicht einfach so, wie es funktioniert und sage dann: "Na dann viel Erfolg damit."
Ich habe dir diesen Guide schon erstellt und zwar so, dass du ihn noch für dein Business anpassen musst.
Psst. Die Texte kannst du gerne übernehmen. Die Bilder, Farben und Co sollen natürlich deine Arbeit und dein Business zeigen.
👉 Hier findest du meine Shooting-Guide-Vorlage, die du individuell anpassen und direkt für deine Kund:innen nutzen kannst.
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