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Es sind nie die bunten Blätter, an die wir uns erinnern - Familienfotos im Herbst im Berliner Norden

20. Sept.
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag


Die ersten Blätter färben sich langsam gelb. Morgens ist die Luft plötzlich frischer und irgendwo zwischen Schule, Arbeit, Wocheneinkauf und all den kleinen Dingen des Alltags sagt jemand:

„Wir müssten unbedingt noch einmal in den Wald, solange alles noch so schön aussieht.“


Und meistens bleibt es nicht nur bei diesem Gedanken.

An einem freien Nachmittag zieht ihr Jacken an, schnappt euch vielleicht noch einen warmen Tee und macht euch auf den Weg.


Ohne großes Ziel.

Einfach nur raus.


Die Kinder laufen schon ein paar Schritte voraus. Sie sammeln Kastanien, balancieren über Baumstämme oder bleiben alle paar Meter stehen, weil sie wieder etwas entdeckt haben, das für Erwachsene völlig unscheinbar aussieht.


Ihr lauft hinterher.

Mal Hand in Hand.

Mal lachend.

Mal schweigend.



Es ist einer dieser Nachmittage, an denen eigentlich nichts Besonderes passiert.

Und genau deshalb sind sie so besonders.



Was später bleibt, hat selten mit den Farben zu tun


Viele Jahre später wirst du dich wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern, ob die Blätter an diesem Tag eher goldgelb oder schon tiefrot waren.


Du wirst vermutlich auch nicht mehr wissen, welche Jacke du getragen hast oder ob die Sonne den ganzen Nachmittag geschienen hat.



Vielleicht stellst du dir eure Bilder gerade schon vor. 


Du möchtest euch nicht einfach nur fotografieren lassen. Du möchtest Bilder, auf denen du euch wiedererkennst. Mit eurem Lachen, eurer Nähe und all den kleinen Eigenheiten, die euch als Familie ausmachen.




Aber vielleicht erinnerst du dich daran, wie dein Kind das erste bunte Blatt des Jahres gefunden und es angestrahlt hat, als wäre es der größte Schatz der Welt.

Wie ihr gemeinsam gelacht habt.

Wie kleine Hände dir stolz die schönste Kastanie entgegengehalten haben.


Oder wie ihr einfach nebeneinander hergelaufen seid, ohne auf die Uhr zu schauen.


Es sind nie die bunten Blätter, die bleiben.

Es ist das Gefühl, das sie begleitet hat.



Kinder erleben den Herbst anders als wir


Während wir Erwachsenen oft die Farben bewundern, sehen Kinder etwas völlig anderes.


Für sie ist ein Wald kein schöner Ort.

Er ist ein Abenteuer.

Ein umgestürzter Baum wird zum Piratenschiff.

Ein Ast zum Zauberstab.

Ein Weg zur Rennstrecke


Sie denken nicht darüber nach, ob ihre Schuhe schmutzig werden.

Sie leben einfach in diesem Moment.


Vielleicht berühren uns genau deshalb Bilder von Kindern im Herbst so sehr.

Weil sie uns daran erinnern, wie leicht sich das Leben einmal angefühlt hat.



Die wertvollsten Erinnerungen entstehen an ganz gewöhnlichen Nachmittagen


Wenn wir später auf unser Leben zurückblicken, denken wir oft zuerst an die großen Ereignisse.

An Geburtstage.

Urlaube.

Einschulungen.


Doch erstaunlich oft sind es die ganz gewöhnlichen Nachmittage, die uns am meisten fehlen.

Die Spaziergänge ohne Plan.

Das gemeinsame Lachen.

Die roten Nasen nach einem langen Tag draußen.


Diese Stunden, in denen niemand etwas Besonderes leisten musste.

In denen ihr einfach zusammen wart.


Vielleicht ist genau das der Grund, warum sie so kostbar werden.

Weil sie damals ganz selbstverständlich waren.

,


Warum wir manche Momente festhalten möchten


Wenn Familien zu mir kommen, sprechen wir selten als Erstes über Bilder.

Sie erzählen von ihren Kindern.

Davon, wie schnell sie gerade wachsen.

Davon, dass der Große auf einmal fast so groß ist wie Mama.


Oder dass die Kleine plötzlich Wörter sagt, die sie gestern noch nicht konnte.

Niemand sagt: „Bitte mach perfekte Fotos."


Eigentlich wünschen sich alle dasselbe.


Dass sich diese Zeit nicht ganz so schnell verabschiedet.


Natürlich kann kein Bild die Zeit anhalten.


Aber es kann etwas bewahren, das im Alltag oft unbemerkt verschwindet.

Das Gefühl.

Den Blick.

Die Nähe.

Das Lachen.





Und wenn dem Kindern kalt wird?


Diese Frage höre ich im Herbst fast bei jedem Familienshooting.

Und sie ist völlig verständlich.


Niemand möchte frierende Kinder oder verkrampfte Gesichter auf seinen Erinnerungen sehen.


Die gute Nachricht ist: Ein Herbstshooting bedeutet nicht, dass ihr stundenlang stillstehen müsst.

Ganz im Gegenteil:


Wir sind in Bewegung.



Wir laufen durch über Felder und Sand, entdecken kleine Überraschungen am Wegrand wie Blätter, Kienäpfel und Pilze, werfen Blätter in die Luft oder kuscheln uns zwischendurch ganz selbstverständlich aneinander.


Gerade diese Nähe sorgt oft dafür, dass Bilder besonders warm wirken – obwohl die Luft eventuell schon ein wenig kühler ist.


Das Wichtigste ist nicht, dass ihr tapfer durchhaltet.

Sondern dass ihr euch wohlfühlt.


Meine persönliche Empfehlung: Zieht anstatt einer dicken Jacken, mehrere Schichten aus Pullis, Westen oder Strickjacken übereinander an, sodass niemand friert oder damit ihr jederzeit ein Kleidungsstück ablegen könnt.


Tatsächlich ist bei meinem Shootings in der Regel niemanden kalt, denn wir bewegen uns und sind innerhalb der ersten Minuten schon warm.



Was ziehen wir bei einem Herbstshooting eigentlich an?


Viele Familien machen sich darüber lange Gedanken.

Dabei geht es gar nicht darum, das perfekte Outfit zu finden.


Viel wichtiger ist, dass ihr euch darin wiedererkennt.

Kleidung darf warm sein.

Sie darf gemütlich sein.

Sie darf zu euch passen.


Lieber ein kuscheliger Strickpullover, in dem ihr euch gerne umarmt, als ein Outfit, das zwar schön aussieht, sich aber nicht nach euch anfühlt.


Wenn ihr euch die Bilder in diesem Beitrag anschaut, werdet ihr sehen, was gut funktioniert: Gedeckte Farben, ohne wilde Muster und ohne Aufdrucke sorgen für eine besonders schöne Harmonie und machen die Bilder zeitlos.


Vor jedem Shooting bekommt ihr von mir einen kleinen Outfit-Guide mit vielen Beispielen und Tipps. So müsst ihr euch darüber keine Gedanken machen und könnt euch auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: gemeinsame Zeit.



Damit ihr euch später auch auf den Bildern wiedererkennt


Vielleicht steht ihr gerade vor dem Kleiderschrank und denkt: Was sollen wir bloß anziehen?


Hier findet ihr ein paar Ideen für Herbst-Outfits, die warm, natürlich und unkompliziert sind – ohne dass ihr plötzlich wie eine Familie aus einem Katalog ausseht.




Outfit-Ideen für euer Familienshooting im Herbst Berlin und Brandenburg Nord





Wenn ein Bild Jahre später plötzlich alles zurückbringt


Manchmal stelle ich mir vor, wie eine Familie viele Jahre später gemeinsam auf dem Sofa sitzt.

Die Kinder sind längst erwachsen.

Vielleicht bringen sie inzwischen ihre eigenen Kinder mit.


Jemand schlägt ein altes Fotoalbum auf.


Zwischen all den Bildern taucht plötzlich dieser eine Herbstnachmittag wieder auf.

„Weißt du noch?“


Und plötzlich ist alles wieder da.

Nicht die Farbe der Blätter.

Nicht das Wetter.


Sondern das Gefühl.


Wie klein die Hände damals noch waren.

Wie laut alle gelacht haben.

Wie selbstverständlich es war, gemeinsam durch die Natur zu laufen.


Ein einziges Bild kann das alles zurückbringen.

Genau deshalb sind Erinnerungen so wertvoll.




Es ging nie um den Herbst


Natürlich liebe ich das warme Licht, das ruhige Stimmung und die Farben dieser Jahreszeit.


Aber sie sind nicht der eigentliche Grund, warum ich den Herbst so mag.


Ich liebe den Herbst, weil er uns jedes Jahr ein wenig langsamer werden lässt.

Weil wir wieder näher zusammenrücken.

Weil Spaziergänge wichtiger werden als Termine.

Weil Kinder noch einmal durch Blätter laufen, bevor der Winter kommt.

Und weil wir uns inmitten dieses ganz normalen Alltags manchmal bewusst werden, wie kostbar genau diese Zeit eigentlich ist.


Vielleicht geht es bei einem Herbstshooting deshalb gar nicht um den Herbst.

Vielleicht geht es darum, sich viele Jahre später wieder daran erinnern zu können, wie sich dieses Leben angefühlt hat.


Denn am Ende sind es nie die bunten Blätter, an die wir uns erinnern.

Es sind die Menschen, mit denen wir durch sie gegangen sind.




Denn manchmal merkt man erst Jahre später, dass man gerade einen dieser ganz gewöhnlichen Tage erlebt hat, nach denen man sich irgendwann zurücksehnen wird.


Und manchmal ist das ein Tag, den dem ihr zusammen mit den Drachen über die Felder rennt.

Mit einem Lächeln im Gesicht, Wind in den Haaren und dem Gefühl, dass heute einfach alles so sein durfte.








Fotografin für authentische Familienshootings in und um Berlin

Ich bin Corinna – Familienfotografin aus Berlin und Brandenburg – und seit 2016 erzähle ich die Geschichten von Familien mit meiner Kamera.


Nicht weil mich Kameras faszinieren.

Sondern weil mich Menschen faszinieren.

Weil jede Familie ihre eigene Geschichte mitbringt.

Ihre eigene Art miteinander umzugehen.

Ihre eigenen kleinen Rituale.


Die Dinge, die für Außenstehende unscheinbar wirken, aber für euch ein Stück Zuhause sind.

Genau danach halte ich Ausschau.


Wenn ihr euch Fotos wünscht, bei denen ihr euch wiedererkennt und sagen könnt: „Das sind wirklich wir!“, dann freue ich mich darauf, euch kennenzulernen.





 
 
 

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